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Artega GT oder ein Revell Modell lernt laufen
Durch Zufall habe ich ein Revell Modell eines Artega GT Maßstab 1:18 bekommen. Dieses silberne Fahrzeug hatte leider erhebliche Lackmängel, sodass ich es eigentlich nur neu Lackieren wollte. So wurde das Modell erstmal zerlegt und der alte Lack an oder abgeschliffen. Als die Karosserie im neuen Lack erstrahlte dachte ich mir so, das das ganze mit beleuchtung auch nicht schlecht aussehen würde. Und da die Zapfen der Leuchten so schön in die Karosserie ragten, habe ich einfach ein paar PLCC2 LED´s dahintergeklebt.
Und so sah es dann schon mal ganz gut aus
Als ich mir dann das Chassis so ansah, dachte ich mir das so ein Modell doch recht einfach zum fahren zu bringen sei. Und so hab ich dann losgewerkelt. Die Achsen sind einfach ins Bodenteil eingeklippst und können leicht ausgebaut werden. In der Bastelkiste fand ich noch einen alten Motor eiens Koax Helis der mir geeignet erschien. Ein dazu passendes Zahnrad fand sich auch noch, und so konnte ich eine Hinterachse basteln. Die Achsteile fräste ich aus 1mm Platinenmaterial. Die Achswelle besteht aus 4mm Silberstahl und ist in Bundbuchsen gelagert. Die Achse hat kein Differential und wurde bewusst recht einfach gehalten. Einzig eine Federung hat sie erhalten mit sagenhaften 3mm Federweg.
Die Vorderachse war nach einiger Überlegung eigentlich schon fast perfekt und es wurde noch etwas abgeschliffen um auch dort eine Federung unterzubringen die 2mm Federweg bereitstellt. Das Lenkservo entstamt ebenfalls einem Koax Heli und wurde so auf das Chassis geklebt, das der Kugelkopf in die Aufnahme des Lenkrades der original Spurstange greift. Einzig wurde die Lagerung der Vorderräder mit Kugellagern versehen, die in die Felgen eingeklebt wurden und mit einer M2,5 Schraube mit der Vorderachse verschraubt wurde.
Als dies soweit geschafft war, kamen noch die RC Komponenten ins Spiel. Ich entschied mich für einen THOR 15LI Regler von CTI sowie einen Schulze Alpha5.40 4Kanal FM Empfänger. Als Akku kam ein 350 mAh 2s Lipo zum einsatz. Nun wurde alles im Modell verteilt. Durch die kleinen Komponenten konnte das Modell bis auf die vordere Kofferraumwanne wieder zusammengebaut werden. Da auch die Antenne innerhalb der Karosserie verlegt ist, sieht man dem Modell seine RC Funktion in der Vitrine nicht an. Bei den erste Fahrtests musste ich dann schnell feststellen, das das Modell in Sachen Motorleistung dem Original in nichts nachsteht. Unsachgemäße Behandlung des Gas, wird sofort mit einem ausbrechendem Heck bestraft. Die Endgeschwindigkeit liegt bei guten 25-30 Km/h, doch ist diese eher als Theoretisch anzusehen, da das Modell mit 220Gramm und seiner eher begrenzten Federung nur auf wirklich glattem Asphalt zu beherrschen ist. Auf glattem Betonboden hingegen ist das fahren eher spaßig und mit der reichlich vorhandenen Leistung und der Starrachse lässt sich mit viel Übung auch herrlich Driften. Der Umbau hat mir viel Spaß gemacht und soll auch andere dazu anregen ihre Standmodelle in Bewegung zu bringen.
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