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Ein neuer Kran für die Fritz
Nachdem die Fritz nun lange Jahre ihren Dienst versieht, ohne die Bojen auswerfen zu können, sollte sich dies nun endlich bei der anstehenden Werft Revision ändern. Mir schwebte ein schöner vorbildähnlicher Kran vor, wie er auf vielen Schiffen zu sehen ist, der dazu aber Kompakt und zugleich lang genug ist im auch die Bojen auf dem Heck zu erreichen. Aber wie machen??? Nachdem ich nun meinen Fundus nach brauchbaren durchforstete, viel mir ein längst vergessenes Schächtelchen der Firma Italeri in die Hände, das ich mit der Fritz und einigem anderen mal bekommen hatte.... natürlich von Hokan
Nach einigem nachforschen stellte ich fest, das ich eine Rarität in Händen hielt, die es heutzutage gar nicht mehr so zu kaufen gibt. es ging mir aber eigentlich nur um dieses Teil
Daraus sollte sich doch was machen lassen, zumal die Teile beim anhalten ans Boot von der Größe her viel versprechend aussahen. Auch wenn der Maßstab etwas zu klein war und das Teil eigentlich einen LKW befruchten sollte. Aber sei´s drum watt nicht passt ...
Und so war es dann auch. Den Klappmechanissmus traute ich mir nicht zu, stabil funktionsfähig zu machen, brauchte ich auch nicht. Ich wollte ja nicht hoch, sondern nur weit hinaus. Also nahm ich das Hinterteil des Hubelementes und das Vorderteil des Klappelementes mit dem Teleskop und machte Nägel mit Köpfen.
Da dies noch nicht so Stabil durch die Klebung wahr, verstärkte ich die Seitenflächen mit 0,5mm ABS Platten
Da dies noch recht nackt aussah habe ich mit Sekundenkleber und Tarkelgarn die angedeuteten Schweißnähte Nachgebildet ...die ich etwas abflachte. Nun kam der schwierigste Teil, und zwar die Mechanik um das Teleskopelement ausfahren zu können. Die mir zu Verfügung stehenden Mikromotoren mit 6mm Durchmesser hatten nicht genug Drehmoment um eine Gewindespindel direkt zu betreiben ...und wenn, eine zu hohe Drehzahl ...Ich wollte das Element ja nicht herausschießen. Also musste ein Getriebe her, welches genug Untersetzung bot, aber auch mit den 8mm die mir zu Verfügung standen nicht zu breit baute. Ich habe dann einen alten defekten robbe Kleingetriebemotor in der Grabbelkiste gefunden, dessen Zahnräder wahren mit 7mm Durchmesser Ideal. Aber ich konnte nur Zwei dieser Zahnräder unterbringen, ansonnsten währe es zu tief gekommen...aber es ging. nach einem Abend basteln und fummeln drehte der Kleine 6x12mm messende Motor aus einem defekten Pichler Mikro Servo die M2 Spindel mit gewünschter Drehzahl und Kraft. In das Teleskop kam ein 3mm Messingrohr mit einer Gewindehülse am vorderen Ende
Somit brauchte kein Bowdenzug geknickt verlegt, sondern nur zwei dünne Kabel verlegt werden. Nun musste noch die Hubfunktion des Auslegers realisiert werden. Im "alten" Kran hatte ich ein 7Kg Servo verbaut, welches aber nicht die gewünschte Kraft über den Hebelarm zur Verfügung stellen konnte. Also "back to the Routs" Spindeltrieb! Ich baute also einen Hydraulikzylinder der einem originalem in nichts nachstehen sollte. Herzstück ist eine M3 Gewindestange, die sich nach unten am Fußstück des Zylinders abstützt und nach oben die Kolbenstange hinausschiebt.
Und so siehts dann zusammengesteckt aus
Recht echt !! Zum Antrieb sitzt unter dem Kran ein Conrad Mikro Servo ohne Elektronik und Anschläge, welches die Spindel über ein eingeklebtes 1mm Stahlseil dreht. Die "Überzeiher" für die Hydraulikzylinder spendete eine verchromte Teleskopantenne. Diese Röhrchen sind wegen ihrer geringen Wandstärke zu solchen Tarnaktionen gut nutzbar.
So nun war das Gröbste geschafft... der Rest ist fast Makulatur. Ich habe die übrigen Teile des Bausatzes verklebt und geschliffen und dann Grundiert. und siehe da ...der Motor der Teleskopspindel ist schon gut versteckt. wenn erst einmal alles zusammengebaut ist, wird er eh vom Hubzylinder verdeckt.
nun musste alles erst mal Farbe bekennen Und dann folgt die Montage auf der alt bekannten Drehmechanik aus Teilen eines CD-Rom Laufwerkes.... denn gutes soll man nicht ändern.
Leider sind einige Decals wohl aufgrund des alters wieder abgefallen ...leider auch die Effer Schriftzüge. Ein Kleines Wort noch zu dem Halogenstrahler am Kran. Den wollte ich unbedingt haben, da wir regelmäßig Nachtfahrten machen und ich das Schwenkfeld des Krans desshalb zum einfangen der Bojen auch Ausserbords beleuchtet haben wollte. Also dreht er sich mit dem Kran mit. Das Gehäuse ist vom allbekannten Robbe Beschlagteil, allerdings sind mir die mitgelieferten Lämpchen erstens zu dunkel und zweitens bei Ausfall zu schwer zu Tauschen. Also habe ich wieder wie auch schon bei der Decksbeleuchtung der Fritz zu 3mm Warmweißen LED´s gegriffen, die ich vorn etwas abschliff und dann wieder polierte. so als Dreierpack verlötet passen sie gut in das Gehäuse Und am Kranmast angebracht mit gut geführtem Kabel sieht es recht gut aus.
Lackiert wurde das ganze mit Revel Lufthansa Gelb und einer Airbrush Pistole
Und nachdem ich an meiner neuen Arbeitsstelle auch noch ne Funkbedienung für die Demag Kräne entdeckt habe, braucht Jockel auch keine blöden Hebel mehr bedienen. Nein er ist Modern mit Fernbedienung unterwegs ...also wenn der Kran mal quer geht ...Er wahrs ... Geschaltet wird das ganze, ganz ohne Endschalter über die Relaisplatte und das Multiswitch 1 im Schiff
hier wird die Umpolung der Motoren für den Kran vorgenommen. Auch wenn es etwas chaotisch aussieht es funktioniert. Und eins hab ich gelernt, wenn bei Funkstörungen sonnst der Kran umhertanzt, ich schalte ihn mit allen Funktionen inklusive drehen über das Prop Modul über einen Switch Kanal ab. Wenn er aus ist ist er also auch aus und ruhig. Als Einschaltkontrolle dient der Halogenscheinwerfer am Kran der auch am Tage gut sichtbar ist.
so nun noch ein paar Bilder vom fertigen Objekt
Bilder vom Bojen auslegen werden folgen ...
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